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Megalo Chorio

 

Obwohl es in Livadia wegen der dort ankommenden Fähren, den Touristen und den Hotels, Pensionen und Tavernen weitaus lebhafter zugeht ist Megalo Chorio seit der Antike bis heute Hauptort und Verwaltungssitz von Tilos. Das Bürgermeisteramt und das  Museum befinden sich hier.  Ein neues und größeres Museum ist neben dem Theater und der Elefantenhöhle im Bau.
kirche

Die antiken Häuser standen am Südhang des Berges von Agios Stefanos, unterhalb der Johanniter-Festung. Die Anlage erfolgte, wie im gesamten Mittelmeergebiet seit frühester Zeit gebräuchlich, nach Art einer Rückzugssiedlung. Die Häuser des modernen Ortes liegen etwas tiefer am Berg. Von der Nordwand der Taxiarches (Erzengel Michael) Kirche sieht man einen großen Teil der antiken Stadtmauer. Ein anderes Stück dieser Befestigungsmauer befindet sich inmitten von Häusern. Sie umschloss in einem Rechteck das Wohngebiet, den antiken Friedhof und die Akropolis. Die Reste dieser Akropolis sieht man auf dem Festungsberg:
Ein imposantes antikes Tor, Marmortreppen und Mauerteile. Die Archäologen vermuten hier auch die Tempel des Zeus und der Athene (die Schutzgötter der Stadt). Später wurde hier die Johanniter-Festung errichtet, so dass sich heute antike Ruinen (ca. 4. Jh. v. Chr.) zwischen mittelalterlichen Gebäudeteilen finden lassen. So z.B. die Reste von Zisternen und die Ruinen von zwei byzantinischen Kirchen.

Der antike Friedhof, im Süden unterhalb des Kastros gelegen, war im Altertum größer als heute. Er wurde jedoch bis in die Neuzeit benutzt. Man sieht hier immer noch antike Gräber, Steinplatten mit Inschriften und Opferaltäre. Schmuckstücke und Grabbeigaben die hier gefunden wurden, kamen jedoch nach Rhodos ins Museum. Ein bronzenes Wassergefäß (Hydria) aus einem der Gräber, steht heute im British Museum London.

 info Antike Befestigung von Megalo Chorio - Quelle: R.H. Sipsen und J.F. Lazenby megalo-alt

An einigen Stellen des Ortes sieht man noch heute halbzerfallene Kapellen in denen meistens nur noch Reste der ehemals aus dem 13. bis 16. Jahrhundert stammenden Fresken zu sehen sind. Diese Fresken, da die Kirchlein nicht mehr restauriert werden können, sind den Witterungseinflüssen ausgesetzt und werden in einigen Jahren nicht mehr existieren. Solche Kapellenruinen kann man auf Wanderungen überall auf der Insel finden und ihr Anblick ist traurig.

In letzter Zeit sind viele alte Häuser wieder instandgesetzt worden. Parallel zur modernen Infrastruktur wie Abwasser, Trinkwasser und Telefon, Neugestaltung der Hauptstraße mit Bruchplatten und schönen Blumenbeeten bietet Megalo Chorio mit seinen weißgetünchten Häusern und den schmalen, steilen Gassen einen fast kykladischen Eindruck.

Vor einigen Jahren wurde der Pfad zum Kastro neu befestigt. Der gesamte Burgberg und der Pfad sind bei Anbruch der Dunkelheit komplett beleuchtet. Sonnenuntergänge vom Kastro aus beobachtet sind kein Problem mehr und wunderschön. Der 45-minütige Aufstieg kann dank Beschilderung nun leicht gefunden werden und der Abstieg somit auch nach Sonnenuntergang stattfinden. Feste Wanderschuhe oder Turnschuhe sind aber wegen des Gerölls nach wie vor zu empfehlen.

Nach einer solchen Wanderung kann man in Megalo Chorio zu einem kühlen Getränk in das örtliche Kafeneion oder die schön gelegene Bar „Ilakati“ einkehren oder den Hunger bei Georgos und Konstantina in der Taverne „To Kastro“ stillen.

Die italienische Besatzung hat auch in dieser Gegend von Tilos ihre Spuren hinterlassen. Aus jener Zeit stammt der aufwendig gebaute Sicherungsposten auf dem Berg gegenüber dem „Megalo-Kastro“. Seit dem Frühsommer 2005 gibt es einen Fußweg zu diesem Haus. Der Aufstieg lohnt sich, da man einen herrlichen Ausblick hat. In Zukunft soll auf dem Berg eine Vogelwarte entstehen.
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Fotogalerie

 

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 20. August 2009 um 14:21 Uhr